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Samstag, 18. August 2012

Logbuch tx-mx

Tag 1
Der See von Mexiko. Flau- to the -te.

Wir stechen endlich in See! Im Hafen den Tank und zwei Kanister Diesel betankt, dann Leinen los! Nachdem kein Land mehr in Sicht ist werfen wir einen großen Kruzifix Ring aus 925er Silber ins Meer, da Seefahrer Poseidon stets ein Opfer von Wert bringen um ihn gut zu stimmen.
Wir haben Super guten wind, die Striker macht gute 6 Knoten, den ganzen Tag und die Nacht durch. Unglaublich.
Der nächste morgen: Flaute!
Mittags: Flaute!
Abends: Flaute!
Also läuft der Motor den ganzen Tag, glücklich das wir einen haben!
Highlight des Tages: max und ich teilen und eine Flasche Rotwein, dazu schmackhafte Dosenravioli und zum Dessert rauchen wir die letzte und einzige Zigarette an Board.

Tag 2
Poseidon ist nicht mit uns, Flaute. Der Max und ich machen uns an die zweite und letzte flasche wein. Damlich ncht mehr zu kaufen, verdammt. Wenigstens haben wir noch ravioli in der dose. nachts um ein Uhr bläst es wieder ordentlich, wir sind perfekt auf Kurs. Alle sind bester Laune, bis um kurz vor vier Uhr morgens: ein großes Schiff hat den hauptstrahler auf uns gerichtet und hält Kurs auf uns. Funk:"good morning captain! We're a convoy of 6 scientists boats tiring down a 7 miles long wire for test on seismic activities, please tack around that distance. Thank you and out."
Also, Kurswechsel und wieder verlieren wir Wind und zeit.


Tag 3
Es ist unglaublich hier, fast schon unwirklich. Das Wasser ist stillt, sieht aus wie gemalt. Wir sind ganz alleine auf See, die letzte Ölbohrinsel haben wir heute morgen gesehen. Sonst weit und breit nichts als Wasser, irre. Die Hitze ist unerträglich, gefühlt ist mein IQ um 14 Uhr klar unter 80, nur das nötigste geht.
Wir haben ein altes Segel als sonnensegel umfunktioniert und richten es immer nach der Sonne, das hilft ein wenig. Verrückt ist, das wir bei Flaute den Motor laufen haben, also strom generieren. Also sitzen wir abends hier mitten auf dem Golf von Mexiko und gucken Full HD Filme auf dem 27" flatscreen, über einen macmini.
Lecker Linsen
Das ist das alternativprogramm zum absolut krassesten Sternenhimmel den ich je gesehen habe. Die Milchstraße ist ganz klar zu sehen jede Nacht. Sternschnuppen sichten wir inflationär oft. Da fallen mit die fliegenden Fische ein, die sind echt cool. Sieht toll aus, wie sie schwalbenahnlich für erstaunlich lange Strecken und Dauer über dem Wasser fliegen. Mit meiner taucherbrille sieht man das schönste Blau überhaupt.
Lebensmittel und Wasser haben wir genug, heute gabs rote Linsen mit Tomaten-Pfirsich Soße. Zum nachtisch eine halbe Dose Ravioli. Kein Wein, keine Zigaretten.
Andrew und ich schlafen an deck, gegen 6 uhr werden wir von der aufgehenden sonne geweckt. Zügig gehe ich unter deck meine nikon holen um fotos von der grössten und tiefsten Ölbohrinsel im Golf zu machen. Segler sehen die arbeiter dort um diese jahreszeit selten.
Wenig später: wir sind genervt, kein Wind, der Motor hatte ein Problem, nach ca einer Stunde hat Andrew ihn mit Martins hilfe wieder hinbekommen.
Also dann, lesen, mit dem Board im Wasser rumfachsen, Langeweile im eigentlichen Sinne.
Heute Abend wieder Filme gucken, kein Wind mit uns.

Tag 4

Gestärkt von einer dose raviolo warten wir auf die einbrechende nacht.
Die tiefste Bohrinsel auf dem Golf von Mexiko
Wir Segeln bei ca fünf Knoten, haben aber eine Kränkung als führen wir 15 knts. Einzige Erklärung: eine Strömung Richtung Atlantik unterspült die Striker. Also müssen wir mitten in der Nacht tacken, der Motor hat läuft leer, kurzzeitig sind wir manövrierunfähig, das dinghy bekommt ein Loch von einem herumpeitschenden Drahtseil auf der Front. Gemeinsam bekommen Andrew, Martin und ich durch mehrfaches Tacking alles wieder auf Kurs, die krasse Kränkung bleibt. Ich liege wieder auf der unteren Seite draußen auf Deck, rechts von mit geht das Boot steil in die Höhe, linker Hand ist direkt das Schwarze dahinrauschende Meer. Über mir der Sternenhimmel, drumherum liegt alles im schwarzen Schatten. Das Boot fliegt förmlich über die Wellen um dann mit lautem Getöse wieder aufzuklatschen. Ich bin mit meiner Automatik-Rettungsweste am Hauptsegel festgezurrt, daher kann ich diesen spannungsgeladenen Ritt voll und ganz genießen. Im Halbschlaf fühle ich etwas warmes, flutschiges an meiner linken Hand zappeln. Ich werde urplötzlich wach und springe auf. "WHAT THE FUCKING FUCK FUCK IN THE WORLD IS THIS?!?!"
Super erschrocken stelle ich fest, das einer der bereits erwähnten fliegenden Fische mir im Bett Gesellschaft leistete. Natürlich ist meine Reaktion nun der Renner an Board, Andrew und Martin ziehen mich gern damit auf, nach meinem aufspringen hatten sie mindestens mit einem weißen Hai gerechnet usw.. Hahaha.

Tag 5
Unterwasserkameras sind echt cool

Sonnenuntergang auf Hochsee
Chapmans Piloting
Wir haben richtig Strecke wett gemacht, fast 70 nautische Meilen über nacht. Also haben wir mehr als die Hälfte hinter uns. Bis vormittags elf Uhr läuft der Wind, dann gehts mittägliche tief los. Bis 21 Uhr abends wieder nur Motor und in der knallenheissen Sonne brutzeln. Wir haben viel zu tun. Beim nachtanken aus Reservekanister in der letzten nacht ist viel Diesel an und unter Deck daneben gegangen. Demzufolge schrubben wir mit endlos vielen Eimern Prilwasser Deck, Kajüte, täue und Deck Kissen. Bestimmt 500 Liter Salzwasser hiefen wir an Board. Nach einer kurzen Pause mache ich mich mit max ans dinghy, ist wie Fahrrad Flicken. Vulkanisierende Paste auf Loch und passend zu geschnittenen Flicken, kurz abwarten und zusammen pressen. Passt. Für die Nacht raffen wir das Segel um ein Fünftel, sehr gute idee. Der Effekt: wir haben viel weniger Schräglager und verlieren nur marginal Geschwindigkeit. Der Gewinn an Komfort ist überragend. Jetzt erstmal eine Dose Ravioli.

Tag 6

8 uhr morgens, andrew weckt mich an deck, hauptsegel entraffen. Es ist schon jetzt richtig heiß, daher ziehen wir direkt das Schatten spendende alte Segel über deck. Alle sind entspannt und erholt, schlafen war top. Jetzt ist halb zwölf, der Wind bläst uns mit ca drei Knoten genau auf 130• Heading auf isla mujeres. Noch drei Tage, dann sind wir an Land, wenn alles weiter so läuft, was nicht unrealistisch ist.
Unsere veranschlagten fünf Tage Reisezeit beruhen auf einem Missverständnis. Der durchschnittliche Segler schaffte diese Strecke im Winter in zehn Tagen. Da im Sommer bedeutend weniger wind ist liegen wir Super in der zeit.
Auf 90• tobt ein Sturm. Wir hören die ganze zeit den Donner und sehen die blitze, fahren selber ganz gemütlich durch die Sonne und essen ein paar ravioli. Verrückte sache das.
Nachts kommen wir in ordentliches Getöse, drei Stürme um uns herum. Wir schaffen es uns dadurch zu pfuschen.

Immerhin hat es zwei mal geregnet 
Tag 7
Andrew hat die ganze Nacht nicht geschlafen, max und ich übernehmen morgens um 8 Uhr gerne das steuer. Kaffee, Meer, leichte Wind, alles cool.
Wir überlegen uns einfach so lange zu Segeln, bis wir überhaupt nicht mehr vorwärts kommen. Daraus entwickelt sich unser bester segeltag, ab 14 Uhr pickt der Wind richtig auf und wir haben durchgehend power im Segel. So macht das Spaß. Das erste mexikanische Fischerboot haben wir schon gesichtet. Mit meinem Teleobjektiv kann man einen Fischer an Board ausmachen, der uns mit dem Fernglas anschaut. Seit gestern haben wir einen Vogel der mit uns reist, vermutlich eine Hochseeschwalbe. Ornithologe ist hier keiner.
Wilder Vogel den wir alle auf die Hand nehmen konnten
Man hilft sich unter Seeleuten scheints.
Wir haben den ganzen Tag für Wind, leider nicht in die richtige Richtung, daher müssen wir Kurs Nordost fahren und viel kreuzen.

Tag 8
Wir sind wieder in küstennähe, das erste Fischerboot haben wir heute morgen gesehen. An der Küste haben wir nun wieder das umgekehrte windverhalten, Tags Wind, nachts nichts. Wir kommen gut voran, ravioli im Sonnenuntergang, was will man mehr. Mitten in der Nacht sehen wir die Lichter von fünf Booten um uns herum. Max und ich halten Wache auf Deck. Plötzlich kommt wie aus dem nichts ein fischerboot und strahlt uns komplett an, fährt und in den Kurs. Schock! Was soll denn sowas fragen wir uns. Entweder die Leute wollten handeln oder uns überfallen oder sonst noch was, wir wissen es nicht.


Tag 9
Wow, neun Tage auf See!
Gute 2 Std von Land sind ueberall diese kleinen Fischerboote
Noch 60 nm bis isla mujeres. Wir sehen einzelne, klitzekleine Fischerboote mit je einem Fischer darauf. Dabei sind wir mindestens 20nm von der Küste entfernt. Harte Jungs diese Fischer. Sofort hole ich meine Nikon an Deck und bekomme tolle Fotos von ihnen. Es wird immer mehr Schiffsverkehr um uns herum, Tanker, Containerschiffe, Kreuzfahrtschiffe, Fischer. Das Meer ist jetzt nur noch 30m tief, in der Mitte des Golfes waren es bis über 2000m Tiefe. Daraus resultiert ein Farbwechsel von tiefblau auf Hochsee zu Smaragdgrün nun in Küstennähe.

Jetzt ist es 16:30 Uhr, in ca einer Stunde werden wir isla comtoy passieren, danach isla Blanca und schließlich werden wir zwischen 21 und 23 Uhr an unserem Ziel ankommen: isla mujeres!

Nachdem wir isla comtoy hinter uns ließen passieren wir nun isla Blanca. Es ist halb acht, gegen 22 Uhr sind wir in isla mujeres. Dort wird der Hafen wahrscheinlich geschlossen sein, weshalb wir die Nacht vor Anker verbringen müssen um uns morgen beim Hafenmeister zu registrieren. Bevor das nicht geschehen ist dürfen wir nicht auf mexikanischen Grund treten.

Tag 10

Arriba en isla mujeres! Finally we made it!
LAAAAAND IN SICHT!!!!!

this is how we do it.

Max und ich grade in Isla angekommen.



 Der Hafen ist bis Montag geschlossen, also legen wir an einem Pier vor einem Restaurant an, Pollo Fajita um acht morgens, richtig geil!! Wir haben es geschafft!!! Yeeeeeeehaaaaa!






Das Restaurant auf an unserem Pier

2 Kommentare:

  1. its amazing!!
    i am wondering how much you are enjoying !!!
    carry on buddy :)

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  2. Hell yeah!! It's amazing, you're right! see ya next week at MG-ctiontown! So long, pura vida!

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